Kompostwerk verarbeitet in 25 Jahren 1 Mio Tonnen Bioabfall und Grünschnitt

Ennigerloh/Kreis Warendorf. Seit 25 Jahren verarbeitet das Kompostwerk Warendorf den Bioabfall und Grünschnitt aus dem Kreis Warendorf zu Kompost. Dafür gab es jetzt offiziell eine Urkunde der IHK, überreicht durch die IHK-Regionalbeauftragte Dorothe Hünting-Boll.

 

„Das Kompostwerk ist eine Erfolgsgeschichte“, erklärt Betriebsleiter Georg Hellenkamp. Und er liefert Zahlen: Aufgrund der guten Auslastung ist die Menge an Bioabfall und Grünschnitt, die jährlich verarbeitet wird, von 30.000 Tonnen (1994) auf inzwischen 65.000 Tonnen genehmigter Kapazität gestiegen. Ein wichtiger Baustein der Kreislaufwirtschaft. Und einer, in dem richtig viel Technik steckt: Das Kompostwerk Warendorf arbeitet mit einem so genannten Teilstromvergärungsverfahren und einem nachgeschalteten Tunnelrottesystem. So wird zunächst durch die Vergärung und die anschließende Kompostierung nicht nur das stoffliche, sondern auch das energetische Potenzial des Bioabfalls genutzt. Das trägt zum Ressourcen- und Klimaschutz bei. Erzeugtes Biogas kann in Form von Elektrizität und/oder Wärme genutzt werden, der Einsatz fossiler Energieträger wird vermindert und somit ein Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen geleistet.

 

Der vom Werk hergestellte Kompost ist gütegesichert und wird unter dem Namen „Reterra“-Qualitätskomposte von Beginn an vermarktet. Abnehmer sind neben konventionellen und alternativen landwirtschaftlichen Betrieben auch Obstbauern, Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie Privatkunden.

 

Für die Zukunft des Kompostwerks hat Georg Hellenkamp einen Wunsch: „Fremdstofffreie Bioabfälle!“ Seit Jahren, so berichtet er, steige der Gehalt an Störstoffen stetig an, was die Verarbeitung zu Kompost erschwere. Vor allem Plastik sei ein Problem. Im Sinne einer gut funktionierenden Kreislaufwirtschaft kann hier jeder Bürger mitmachen, dem Klima und der Umwelt zuliebe.

 

Bildzeile:

Die Urkunde zum Silberjubiläum  des Kompostwerks Warendorf überreichte die IHK-Regionalbeauftragte Dorothe Hünting-Boll an Betriebsleiter Georg Hellenkamp (rechts) und Geschäftsführer Frank Hengstermann.

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