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Geheimtipp für Ennigerloher: Nachtwächtertour durchs Drubbel

Geheimtipp für Ennigerloher: Nachtwächtertour durchs Drubbel

Wir durften am vergangenen Freitag Nachtwächter Walter Witte auf seiner Tour durchs Drubbel begleiten. Die Nachtwächtertour begeistert nicht nur Ennigerloher. Immer wieder finden sich Gäste aus dem Umland ein, welche die Anekdoten und Geschichten rund um die Drubbelstadt interessieren. Wer einmal mit dabei sein möchte, der sollte die Terminankündigungen auf der Webseite der Stadttouristik - Ennigerloh erleben - beobachten. Die Teilnahme kostet 5€ pro Person.

Nachwächter gab es bereits seit dem Jahr 614. Sie waren ausgerüstet mit einem Signalhorn, einer Hieb- und Stichwaffe "Hellebarde", einem Lodenmantel, Hut und Holzschuhen. Primär war der Nachtwächter für den Brandschutz verantwortlich. Wurde ein Brand ausgemacht, ertönte sein Singnalhorn. Anstelle der heutigen Jakobus-Grundschule standen seinerzeit zur Löschung Pferdeschlitten mit tausenden Liter Wasser bereit. Außerdem musste der Nachtwächter sichern, dass hinter jeder Haustür 10 Liter Wasser für den Brandfall bevorratet wurden. Schließlich sorgte der Nachwächter dafür, dass ab gewisser Uhrzeit in den "schlimmen Häusern", also in den Kneipen, das Zapfen gestrichen bzw. beendet wurde, waraus der Ausdruck "Zapfenstreich" resultiert. Ab und an begleitete er Hebammen zur Hausgeburt oder den Pfarrer zur letzten Ölung eines Schwerkranken.

Wann und wie Ennigerloh letztendlich entstanden ist, welche "Schulzen" die Stadt geprägt und wie sich Einwohnerzahlen oder Industrie entwickelt haben, wie es zu unserem Stadtwappen kam und welche Rolle Kalcit dabei spielte, erfahren Sie bei einer der Nachtwächtertouren, die man als Ennigerloher einfach mal mitgemacht haben muss.

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