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Ennigerloher Unternehmen bilden aus: Goldschmiede Büttner

Ennigerloher Unternehmen bilden aus: Goldschmiede Büttner

Anlässlich unseres Azubis-Specials besuchten wir die Goldschmiede Büttner und unterhielten uns mit der 19-jährigen Auszubildenden Antonia Grothues, René Littek (Goldschmied und Juwelenfasser) sowie Georg Büttner (Inhaber, Goldschmiedemeister und Uhrmacher). Antonia befindet sich im 3. Lehrjahr der Ausbildung zur Goldschmiedin; die Ausbildung dauert insgesamt 3,5 Jahre.

DEIN ENNIGERLOH: Antonia, wie bist Du auf die Goldschmiedin als Ausbildungsberuf gekommen?

Antonia: Nach meinem Fachabitur im Bereich Wirtschaft merkte ich, dass es mir wenig Spaß macht, hinter dem Schreibtisch zu sitzen. Die Ausschreibung der Goldschmiede Büttner fand ich so interessant, dass ich mich einfach beworben hatte. Anschließend konnte ich über ein Praktikum meine Leidenschaft an diesem Handwerk entdecken und ich durfte letztendlich meine Ausbildung hier beginnen.

DEIN ENNIGERLOH: Was macht Dir am meisten Spaß?

Antonia: Zu sehen, wie aus Edelmetall oder Blech am Ende ein wunderschönes Schmuckstück wird, bereitet mir viel Spaß. Und wenn ich dabei der Kreativität noch freien Lauf lassen darf, dann merke ich einfach, den richtigen Weg gegangen zu sein. Man braucht jedoch auch viel Geduld.

DEIN ENNIGERLOH: Und wie soll der Weg weitergehen? Gibt es Pläne für die Zukunft?

Antonia: Ich möchte nach meiner Ausbildung noch die halbjährige Fortbildung zum Juwelenfasser anstreben. Eine Selbständigkeit kommt derzeit für mich nicht in Frage.

DEIN ENNIGERLOH: Herr Littek, was können wir uns unter dem Beruf Juwelenfasser vorstellen?

Renè Littek: Der Juwelenfasser lernt nochmal ganz spezielle Techniken, wie man Edelsteine in Schmuck appliziert. So können wir in der Goldschmiede Büttner außerdem alles aus einer Hand anbieten. Aber selbst diese Zusatzausbildung genügt am Ende nicht, um wirklich gut zu werden. Neben einem grundsätzlichen räumlichen Vorstellungsvermögen macht am Ende die jahrelange Praxis einen guten Goldschmied und Juwelenfasser aus. Man lernt einfach nie aus.

DEIN ENNIGERLOH: Herr Büttner, was möchten Sie potenziellen Bewerbern mit auf den Weg geben?

Georg Büttner: In erster Linie ist ein Grundmaß handwerklichen Geschicks und Kreativität wichtig, z.B. fürs Sägen, Feilen, Löten, aber auch das Zeichnen von Skizzen. Wer gut zeichnen kann, der hat es am Ende einfach im Umgang mit dem Kunden und es kann gemeinsam das individuelle Schmuckstück entwickelt werden.

DEIN ENNIGERLOH: Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus?

Georg Büttner: Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, dass ein Betrieb ausbildet. Ich bin außerdem stolz darauf, dass wir eine eigene Uhrmacher- und Goldschmiedewerkstatt haben. Viele Juweliere müssen Schmuckstücke einsenden, wir nicht. Mit insgesamt vier Goldschmieden, zwei Meistern und einem Juwelenfasser sind wir sehr gut aufgestellt. Im Punkto Beratung, Garantie, Service und Reparaturen haben wir dadurch insbesondere gegenüber Internet-Anbietern erhebliche Vorteile, die unsere Kunden zu schätzen wissen.

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