29. April 2021 / Ennigerloh

Biotonnen-Aktion für bessere Kompostqualität

Seit Montag wird ein Blick in die Ennigerloher Biotonnen geworfen

Ennigerloh. Seit Montag wird ein Blick in die Ennigerloher Biotonnen geworfen
– auf der Suche nach so genannten Störstoffen, die dort nicht hineingehören.

Die Aktion des Kompostwerks Warendorf in Zusammenarbeit mit der AWG,

Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH, und der Stadt soll

am Ende eine bessere Kompostqualität hervorbringen.
„Wir hoffen, die Bürgerinnen und Bürger mit der Aktion auf das Problem der
Störstoffe in den Biotonnen aufmerksam machen zu können“, erklärt Werner
Paulfeuerborn, Abfallberater der Stadt Ennigerloh, „mit den grünen Anhängern

belohnen wir diejenigen, die alles richtig machen.“

Beim ersten Rundgang schaute das Team in 161 Biotonnen. Sieben davon

bekamen einen roten Anhänger (4,3%). Der häufigste Grund für
eine rote Karte an der Tonne sind Plastiktüten. Titus Weißenberg, Mitarbeiter

des Kompostwerks Warendorf:„Plastiktüten, verpackte, überlagerte Lebensmittel
oder verpackter Bioabfall sind ein großes Problem bei uns im Kompostwerk.“ Denn:
Der wertvolle Bioabfall komme so erst gar nicht in die Kompostierung, sondern
werde mit anderen Störstoffen wie Wegwerfwindeln, alten Schuhen und ähnlichem
abgesiebt. Einmal in den Kompostierungskreislauf gelangt, sind kleine Plastikteile
so gut wie gar nicht mehr auszusortieren und beeinträchtigen die erzeugten
Kompostqualitäten. 16 Biotonnen zeichnete das Team mit einem gelben Anhänger
aus (10%). Meistens, weil sich in diesen Tonnen zwar Biomüll befand, dieser
aber in Plastiktüten in die Tonnen wanderte. Ein besonderes Problem dabei
sind so genannte „kompostierbare“ Tüten, die im Kreis Warendorf nicht genutzt
werden dürfen. Weißenberg: „Im Kompostwerk in Ennigerloh verrotten diese Tüten
nicht.“ Sein Tipp: Bioabfälle in herkömmlichen Tüten sammeln, Inhalt in die Biotonne
entleeren, Tüte zum Restmüll. Oder einfach in Zeitungspapier einschlagen.
138 Tonnen bekamen einen grünen Anhänger (85,7%):
Sie waren richtig befüllt mit Grünschnitt, Rasenschnitt oder Küchenabfällen.
In den nächsten Wochen wird die Aktion in Ennigerloh weitergeführt. Mit dabei sind
Mitarbeiter von HORIZONTE – die AWG kooperiert mit dem gemeinnützigen Verein
auch in anderen Bereichen. Die Biotonnen-Aktion lief im Kreis Warendorf unter Federführung
der AWG in den vergangenen drei Jahren auch in Beckum, Beelen, Ahlen, Sassenberg und Oelde. In
Ostbevern geht es Ende der Woche los.

 

Quelle: Ennigerloher Blickpunkt

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